Georg Simmel: Phänomenologie der Geselligkeit

Geselligkeit entsteht dort, wo das Individuum zurücktritt. Geselligkeit zeigt sich da, wo der Inhalt weniger zählt als die Form. Die Entleerung ist damit zugleich Beseelung und Verlebendigung des Sozialen. Sie ist die Grundlage des Zusammenseins, ihre Leere und ihre Fülle.

Die Gesetzmäßigkeiten dieser sozialen Bereicherung als individuelle Verarmung hat Georg Simmel ausgehend von kleinen Beobachtungen und Phänomenbeständen zu einer Theorie des geselligen Beisammensein verdichtet. Als deskriptiver Phänomenologe zeigt er die Struktur der Geselligkeit auf, die in Anlehnung an Christian von Ehrenfels eine Gestaltpsychologie des Sozialen ergibt.

Georg Simmel: Soziologie der Geselligkeit [PDF]