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Klassische Texte der PhÀnomenologie

Georg Simmel: PhÀnomenologie der Geselligkeit

Georg Simmel: PhÀnomenologie der Geselligkeit

Geselligkeit entsteht dort, wo das Individuum zurücktritt. Geselligkeit zeigt sich da, wo der Inhalt weniger zählt als die Form. Die Entleerung ist damit zugleich Beseelung und Verlebendigung des Sozialen. Sie ist die Grundlage des Zusammenseins, …
Christian von Ehrenfels: Über GestaltqualitĂ€ten

Christian von Ehrenfels: Über GestaltqualitĂ€ten

Wer die Phänomene intensiv belauscht, wird darauf stoßen, dass vieles von dem, was er erlebt, gar nicht in den sinnlichen Qualitäten gegeben ist. So etwas einfaches wie eine Melodie ist so mehr als die Folge …
Karl Lange: Über Apperzeption

Karl Lange: Über Apperzeption

Apperzeption meint wörtlich Hinzuwahrnehmung. Sie bezeichnet den Auffassungscharakter der Wahrnehmung als etwas, das über die Perzeption hinausgeht. Eine einfache Berührung über das Furnier einer Tischplatte ist darin eine Hinzuwahrnehmung, scheinbar unmittelbar zu spüren, dass dieses …
Edmund Husserl: Äußere und innere Wahrnehmung

Edmund Husserl: Äußere und innere Wahrnehmung

Husserl wird meistens weder gelesen, noch überhaupt durchgeblättert. Durchblättern wird aber belohnt, denn in den Logischen Untersuchungen findet sich nach drei Bänden und vielen Hundert Seiten ein Appendix, der lesbar ist und erklärt, was der …
Georg Simmel: PhÀnomenologie von Form und Inhalt

Georg Simmel: PhÀnomenologie von Form und Inhalt

Das Phänomen der Treue schafft sich aus einer Form heraus Inhalte. Aus der bloßen Wiederholung und Gewöhnung wird so ein Gefühl, die Treue, auf deren Basis weitere Gefühle, wie etwa die Sympathie oder sogar Liebe …
Rudolf Otto: Das KreaturgefĂŒhl

Rudolf Otto: Das KreaturgefĂŒhl

Das Kreaturgefühl meint das Empfinden von Abhängigkeit und bezeichnet phäno-menologisch eine radikale Passivität. Bekannt ist es von der Liebe oder vom Kreaturgefühl in religiöser Erfahrung, wie Rudolf Otto dieses in Das Heilige (1917) geschildert wird. …
Edmund Husserl: Die Monade

Edmund Husserl: Die Monade

Monade bezeichnet nach Leibniz die Abgeschlossenheit einer Sphäre von allen anderen Welten und Sphären. Ein Subjekt ist demnach eine Welt ohne Fenster zu anderen Monaden. Dennoch ist es in der Lage, mit diesen Monaden in …
Henri Bergson: Das Lachen – deskriptive PhĂ€nomenologie als Versuch

Henri Bergson: Das Lachen – deskriptive PhĂ€nomenologie als Versuch

Henri Bergson will in seiner Untersuchung über das Lachen eine Phänomenologie vor jeder Theorie entwerfen. Erst später soll vorsichtig zur Theoriebildung übergegangen werden. Da er aber ein Mann der Überschreitung ist, hält er die Theorieabstinenz …
Gustave le Bon: PhÀnomenologie der Masse

Gustave le Bon: PhÀnomenologie der Masse

Wer zum Wir und zur Gemeinschaft will, der geht vom Individuum aus. Man kann aber auch umgekehrt vorgehen, beim Wir anfangen und Massenpsychologie betreiben. Gustave le Bon (1841-1931), einer der Begründer der Psychologie, entwickelte eine …
Augustinus: PhÀnomenologie der Zeit

Augustinus: PhÀnomenologie der Zeit

Augustinus entwickelte in seinen Confessiones eine Zeittheorie, die für die Phänomenologie Husserls die Grundlage bildete. Der gottgefällige Einschlag in seinen Schriften sollte dabei den phänomenologisch Interessierten nicht davon abhalten, die Perlen vom tauben Gestein zu …
Edmund Husserl: PhÀnomenologie der Bewegung

Edmund Husserl: PhÀnomenologie der Bewegung

Der eigene Leib ist der Nullpunkt, die Ur-Koordinate für alle Bewegungen. Von ihm aus ist alles oben, unten, links oder rechts, vorne oder hinten. Wie er sich auch immer bewegt, so kommt er selbst nicht …
Georg Simmel: Philosophie des Abenteuers

Georg Simmel: Philosophie des Abenteuers

Eine Phänomenologie des Abenteuers setzt an dem Punkt an, wo Risiko und Ungewissheit in ein sicheres Gefühl umschlagen, dass alles gut gehen wird. Der Abenteurer sucht das Unsichere, um sich für die Dauer des Abenteuers …
Max Scheler: PhÀnomenologie des Simulanten

Max Scheler: PhÀnomenologie des Simulanten

Der Simulant ist phänomenologisch ein Glücksfall, weil er nicht einfach bewusst lügt, sondern die Lüge unbewusst in sich arbeiten lässt. Die dadurch entstehende Mischung aus Phantasie und Wahrheit und aus Aktivität und Passivität ergibt ein …
Sigmund Freud: Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten

Sigmund Freud: Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten

Freud war doch Hermeneutiker und die Hermeneutik ist der natürliche Gegensatz zur Phänomenologie! Was hat er also in der Phänomenologie zu suchen? In Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten skizziert Sigmund Freud eine kleine Phänomenologie des Erinnerns, …
Kurt Lewin: Die Kriegslandschaft

Kurt Lewin: Die Kriegslandschaft

Die phänomenologische Beschreibung einer Landschaft als deskriptive Phänomenologie beschreibt nicht bloß die Tatsachen als Inventar. Sie geht darüber hinaus, weil im Auge des Betrachters die Tatsachen erst hervorgebracht werden. Man sieht also nicht Dinge und …
William James: Der Strom des Bewusstseins

William James: Der Strom des Bewusstseins

Jeder ist für sich ein Strom des Bewusstseins, aber keiner weiß so recht, was das ist. In der Literatur wurde der Bewusstseinsstrom von James Joyce Ulysses in Szene gesetzt und in der Philosophie von William …
Kandinsky: Punkt und Strich zur FlÀche

Kandinsky: Punkt und Strich zur FlÀche

Phänomenologie zeichnet sich dadurch aus, vom Allerkleinsten auszugehen und daraus eine Welt zu machen. Kandinsky macht das mit dem Punkt, dem kleinsten graphischen Element. Der einzelnen Punkt ist zunächst Nichts, gewinnt dann aber an Einfluss …
ABC der PhĂ€nomenologie: Zeit und Musik – Ernst Kurth

ABC der PhĂ€nomenologie: Zeit und Musik – Ernst Kurth

Was Zeit ist, lässt sich durch das innere Zeitbewusstsein klären. Das wiederum lässt sich durch die phänomenologische Analyse der Musik erhellen. Die abstrakte Frage nach der Zeit wird so auf ein nicht mehr ganz so …
Dschuang Dsi: Was ist ApprÀsentation?

Dschuang Dsi: Was ist ApprÀsentation?

Die Phänomenologie musealisiert und verstaut sich selbst im Archiv. Ihre Anschaulichkeit beschränkt sich auf Fotografien alter Männer in Schwarzweiß, die streng in die Linse schauen. Zentrale phänomenologische Begriffe wie Apperzeption, Abschattung und Reduktion werden entsprechend …
Franz Kafka: PhÀnomenologie der Bezeugung

Franz Kafka: PhÀnomenologie der Bezeugung

Bezeugung ist ein alltägliches Phänomen, dass in der Phänomenologie von Autoren wie Lévinas und Ricœur merkwürdig verdunkelt wird. Elementar meint Bezeugung, durch einen Blick, eine Berührung oder einen Kuss wirklicher zu werden. Das Kind, das so …
Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater

Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater

Die PhĂ€nomenologie ist ein praktisches Handwerk, das man durch theoretische Texte nur bedingt lernen kann. Eine  PhĂ€no-menologie des Leibes, die so theoretische Begriffe wie Apperzeption und KinĂ€sthese anschaulich erklĂ€rt, findet sich in Heinrich von Kleists …
Heinrich von Kleist: Über die allmĂ€hliche Verfertigung der Gedanken beim Reden

Heinrich von Kleist: Über die allmĂ€hliche Verfertigung der Gedanken beim Reden

Die PhĂ€nomenologie ist ein praktisches Handwerk, das man durch theoretische Texte nur bedingt lernen kann. Was eine Protention ist, eine Apperzeption oder eine Retention lĂ€sst sich jedoch manchmal leicht aus Texten herauslesen, die lange vor …

Phänomenologische Klassiker müssen nicht unbedingt von Phänomenologen geschrieben werden. Heirich von Kleist hat einige klassische Texte über die Phänomenologie geschrieben, als es die Wissenschaft von den Phänomenen noch gar nicht gab. Und Franz Kafka hattes wichtiges zum Thema zu sagen, ohne Husserl und Franz Brentano zu kennen.