W.T. Preyer_Schalltrichter

Phänomenologica

Phänomenologie der Kausalität

Verbinde Ursachen mit Wirkungen und glaube dir selbst, lautet ein Grundprinzip der Selbstvergewisserung. Es lässt sich gut bei Kindern beobachten,…

Deskriptive Phänomenologie

Für die akademische Phänomenologie braucht man weder besondere Fähigkeiten, noch entwickelt man in der Arbeit mit ihr welche. Das liegt…

Phänomenologie der Ernsthaftigkeit

Der Ernst im Menschen hat den Vorteil, sachliche Hindernisse zu ignorieren. Wer ernsthaft von etwas überzeugt ist, missachtet und übergeht…

Phänomenologie der Fundierung

Rauchen kann Halt geben. Der Raucher kann sich gut an einer Zigarette festhalten. Dabei hält er doch eigentlich die Zigarette…

Phänomenologie der Weckung

Kommt die Katze morgens ins Bett, schmeichelt, kitzelt und schnurrt leise, wacht man auf angenehme Weise auf. Die Weckung selbst…

Phänomenologie des Lachens

Der ernsthafte Lachanwärter lässt seine Muskeln beim Lachen so geschickt gegeneinander arbeiten, dass sie zur Lachmaterie werden. Das Zwerchfell und…

Phänomenologie des Typus

Es ist unhöflich, geschieht aber ständig: die Kassiererin im Supermarkt wird in der Regel nicht als Individuum, sondern als Stereotypus…

Das Gesetz des gemeinsamen Schicksals

Schicksalsgemeinschaften haben einen schlechten Ruf. Beim Assam-Tee werden sie zu einem Geschmacksprinzip, versetzen den Tee in Wellenform und machen ihn…

Phänomenologie als Im-Griff-Behalten

Im-Griff-Behalten ist ein terminus technicus der Phänomenologie und bezeichnet den Zugriff auf das soeben Erlebte als Retention. Angenehm wird das…

Phänomenologie des Nullpunktes

Links, rechts, oben und unten brauchen immer einen Bezugspunkt. Verschiebt sich dieser Nullpunkt, kann aus „links“ „rechts“ werden und aus…

Phänomenologie des Ursprungs

Die Vorsilbe „Ur“ ist schwer beliebt. Das Ursprüngliche gilt immer als gut und unhinterfragbar authentisch. Die Phänomenologie hat es auch…

Phänomenologie der Absorption

Wer sich in die dumpfe Unklarheit des Selbstbetruges flüchten möchte, lässt sich von seinem Mobiltelefon absorbieren. Man wird darin ohne…

Kinästhese in der Phänomenologie

Kinästhese bezeichnet den Bezug von Bewegung auf Wahrnehmung und Handlung. Elementar ist die Kinästhese beim Umblättern eines Buches. Ohne Umschlagen…

Phänomenologie des Gradienten

Ein Lachsfilet kann man nur von einer Seite her anbraten. Es hat dann einen Gradienten, einen sanften, allmählichen Übergang vom…

Phänomenologie als Erlebnis

Phänomenologie als Erlebnis bezeichnet den Sprung des Phänomens in die Theorie oder umgekehrt den Sprung der Theorie in die Praxis.…

Phänomenologie der Sukzession

Sukzession meint in der Phänomenologie eine Zeitigung der Zeit. Die Zeit ist nicht einfach im Horizont der Welt vorhanden –…

Horizont in der Phänomenologie

Horizont bezeichnet in der Phänomenologie ein Superplus an Präsenz. Dieser Überschuss zeigt sich z.B. im Anblick des eigenen Briefkastens, der…

Phänomenologie der Dissonanz

Traubensaft schmeckt angenehm harmonisch, dafür aber auch harmlos. Dissonanzen in der Harmonie sind also gefragt, wie sie kräftige Rotweine haben.…

Fritz Mauthner: Apperzeption

In seinem Wörterbuch der Philosophie unterscheidet Fritz Mauthner (1849 – 1923) zwischen Perzeption (Wahrnehmung) und Apperzeption (Hinzuwahrnehmung). Jede Wahrnehmung ist…

Phänomenologie der Verdauung

Macht man in sich eine Bestandsaufnahme der schlecht gelebten Lüste, so wird man insbesondere bei seinen Essgewohnheiten fündig. Man wird…

Karl Lange: Über Apperzeption

Apperzeption meint wörtlich Hinzuwahrnehmung. Sie bezeichnet den Auffassungscharakter der Wahrnehmung als etwas, das über die Perzeption hinausgeht. Eine einfache Berührung…

Edmund Husserl: Die Monade

Monade bezeichnet nach Leibniz die Abgeschlossenheit einer Sphäre von allen anderen Welten und Sphären. Ein Subjekt ist demnach eine Welt…

Augustinus: Phänomenologie der Zeit

Augustinus entwickelte in seinen Confessiones eine Zeittheorie, die für die Phänomenologie Husserls die Grundlage bildete. Der gottgefällige Einschlag in seinen…

Georg Simmel: Der Henkel

Kunst und Funktionalität kommen in der Teekanne zusammen und da besonders im Henkel. Er dient zwei Ordnungen gleichzeitig, muss nützlich…

Kurt Lewin: Die Kriegslandschaft

Die phänomenologische Beschreibung einer Landschaft als deskriptive Phänomenologie beschreibt nicht bloß die Tatsachen als Inventar. Sie geht darüber hinaus, weil…

Nietzsche und Henry

Michel Henry interpretiert Friedrich Nietzsche als einen Vorgänger der Lebensphänomenologie, was die Rolle der Affektivität und der Immanenz angeht. Auch…

Phänomenologie der Biographie

Jeder Mensch besitzt ein dominierendes Lebens-gefühl, welches durch Verdichtung vieler Einzelerlebnisse zustande kommt, und sei es nur das Gefühl des…

Phänomenologie des Durchscheinens

Wo etwas hindurch scheint, muss man nicht immer etwas halb Verborgenes sehen. Durchscheinen kann aber auch bedeuten, das sich Wahrnehmung…

Dschuang Dsi: Was ist Appräsentation?

Die Phänomenologie musealisiert und verstaut sich selbst im Archiv. Ihre Anschaulichkeit beschränkt sich auf Fotografien alter Männer in Schwarzweiß, die…

Kairos / Chronos

eine praktische Philosophie der guten Gelegenheit Sebastian Knöpker Die modellhaften Vorstellungen von Raum und Zeit aus Naturwissenschaften und Mathematik sind…

Einführung: Phänomenologie des Lebens

Sebastian Knöpker Der Philosoph und Schriftsteller Michel Henry (1922-2002) ist einer der wichtigsten Vertreter der Phänomenologie in der Nachfolge Husserls.…

Phänomenologie des Ergreifens

Sebastian Knöpker Wenn es einem Menschen an etwas fehlt, so kann es am zu Ergreifenden fehlen, also an einem Gegenstand,…

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